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Limnologie - die Lehre von den Binnengewässern
Binnengewässer

Arbeitskreis "Chironomiden als Bioindikatoren"

Aktuelle Aktivitäten 2019:

Der derzeitige Schwerpunkt der Aktivität liegt auf der Fertigstellung des Bestimmungsschlüssels für Orthocladiinen-Larven. Ursprünglich stand Herausgabe im letzten Jahr in Aussicht. Allerdings verzögerten geringe zeitliche Kapazitäten der Bearbeiter die Fertigstellung, v. a. aber erforderten neue Nachweise für unsere Fauna, Änderungen in der Nomeklatur und zunächst unklare taxonomische Fragen immer wieder wesentliche Umarbeitungen. Immerhin wurde in der Zwischenzeit eine Vorversion von Fachkollegen kritisch geprüft und die Benutzung von Geübten und Ungeübten in Hochschulkursen getestet. Die Rückmeldungen dienten ebenfalls zur Verbesserung. Gegenwärtig findet die Endformatierung und sprachliche Revision statt, sodass mit guter Hoffnung mit der Herausgabe in diesem Jahr gerechnet werden kann. Interessenten werden gebeten, sich zu melden, jedoch bekommen ohnehin alle Bezieher des Schlüssels für Chironomini-Larven (2012) eine Information darüber.

Ein ähnliches Schicksal hat die Bearbeitung der Roten Liste der Chironomiden Deutschlands erfahren, die sich ebenfalls aus Kapazitätsgründen verzögert. Zumindest ist mittlerweile eine Checkliste – eine unabdingbare Voraussetzung für eine Rote Liste – so gut wie erstellt.

Claus Orendt


Leitung:

Dr. Claus Orendt
Orendt-Hydrobiologie WaterBioAssessment
Arndtstraße 63
04275 Leipzig
Tel.: 0341/3067729
Fax: dito
E-Mail: Chironomiden Bioindikatoren Claus Orendt
Internet: www.hydro-bio.de


Aufgaben/Ziele des Arbeitskreises:

Die Einbeziehung von Chironomiden in die Gewässerbewertung wird von Anwendern und Wissenschaftlern immer wieder kontrovers diskutiert. Einerseits wird allgemein die große Rolle der Tiergruppe im aquatischen Ökosystem und ein hoher indikatorischer Wert wohl erkannt. Andererseits bestehen oftmals Unklarheiten über das indikatorische Potenzial (Einsatzfelder, Chancen und Grenzen der Anwendung) und den praktischen Einsatz (Bestimmungstiefen, -schwierigkeiten, Arbeitsaufwand etc.).

Während in Deutschland Chironomiden sehr zurückhaltend verwendet werden, gehören sie z.B. in den Niederlanden oder Österreich zum Standard in der Gewässerbewertung.

Es erscheint daher dringend notwendig, sich unter den interessierten Kollegen über Wissensstand und Anforderungen für die Anwendung von Chironomiden auszutauschen, zu informieren und strittige Fragen zu klären.

Wichtige Themen sind dabei:

  • Möglichkeiten und Grenzen der Bewertung
  • Arbeitsaufwand
  • taxonomischer Stand
  • Bestimmungsliteratur
  • Ausbildung
  • Kenntnis ökologischer Profile der Arten
  • Akzeptanz bei Anwendern
  • Anwendungsgebiete
  • Monitoring/Routine
  • internationale Zusammenarbeit
  • Praxisorientierung
  • u.a.

Ziele des Arbeitskreises sind die Möglichkeiten der Bioindikation anhand Chironomiden zu präzisieren und ihre Akzeptanz in der Gewässerbewertung zu erhöhen.