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Limnologie - die Lehre von den Binnengewässern
Binnengewässer

Präsidiumswahl 2019

Kurzvorstellung der Kandidatinnen und Kandidaten der DGL-Präsidiumswahl 2019 (Wahlperiode 2020-2022) in alphabetischer Reihenfolge:


Dr. Eckhard Coring

Freiberufler, Studium und Promotion (1993) an der Georg-August-Universität Göttingen. Mitinhaber des Büro „EcoRing“ mit derzeit acht Personen im Team. Inhaltliche Schwerpunkte: organismische Limnologie, Bioindikation, Bewertung und Gewässersanierung.
Motivation: Derzeit Schriftführer der DGL. Ziele und Ansporn für die Mitarbeit im Präsidum sind die erfolgreiche Nachwuchsförderung zusammen mit dem aktiven Dialog und Interessenausgleich zwischen den verschiedenen Teildisziplinen und Berufsfeldern der Limnologie innerhalb der DGL.

 

Dr. Helmut Fischer

Nach Studium und Diplomarbeit an den Unis Freiburg und Konstanz, Doktorarbeit am IGB in Berlin und Postdocs wiederum am IGB und an der Uni Uppsala bin ich 2005 zunächst über ein befristetes Forschungsprojekt an die Bundesanstalt für Gewässerkunde gekommen. Dort arbeite ich seither in der Abteilung Ökologie und leite seit 2018 das Referat für mikrobielle Ökologie.
Ich beschäftige mich insbesondere mit Fragen des Stoffhaushalts und der Mikrobiologie der großen Flüsse und mit deren Modellierung. Im Mittelpunkt stehen dabei die menschlichen Einflüsse auf Fließgewässer wie Gewässeraus- und Rückbau, Bewirtschaftung, Eutrophierung und Klimafolgen. Auf der Basis anwendungsgetriebener Forschung beraten wir das Verkehrsministerium und das Umweltministerium zu gewässerökologischen Fragen. Ich bin außerdem in Arbeitsgruppen der Flussgebietskommissionen und der DWA aktiv. Infos zu meinen Forschungsarbeiten finden sich hier: https://www.researchgate.net/profile/Helmut_Fischer2
Motivation: Bereits als Diplomand bin ich der DGL beigetreten und schätze seitdem vor allem die Jahrestagung als Impulsgeber für fachlichen Austausch und Diskussionen, aber auch für ihre freundschaftliche und familiäre Atmosphäre. Im Präsidium würde ich mich besonders dafür einsetzen, unsere Fachgesellschaft gemäß ihrer Mission für Forschung und Praxis gleichermaßen attraktiv zu erhalten. Hier gilt es, den Zwängen besonders des wissenschaftlichen Betriebs neue Ideen entgegenzusetzen. Besonders wichtig ist mir außerdem, den wissenschaftlichen Nachwuchs stärker einzubeziehen. Die DGL tut dies vorbildlich beispielsweise mit ihren Reisestipendien und über den Nachwuchspreis. Diese wichtige Arbeit möchte ich fortführen und ausbauen – denkbar wäre hier zum Beispiel ein Mentoringprogramm während der Jahrestagung.

 

Dr. Michael Hupfer

geb. 1961, Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei in Berlin (IGB), z. Z. Leitung der Abteilung Chemische Analytik und Biogeochemie
Werdegang: Nach Studium Hydrobiologie/Limnologie in Rostock und Dresden (1983-1988) war ich als Doktorand bei Prof. D. Uhlmann zum Thema „Phosphor-Mobilität in Sedimen­ten“ an der TU Dresden mit Forschungsaufenthalten in Mondsee und Innsbruck tätig. Als Postdoktorand (1992-1994) an der Eawag im Seenforschungslaboratorium Kastanienbaum (Schweiz) befasste ich mich hauptsächlich mit Seenrestaurierung und Phosphorhaushalt in Seen sowie mit der mikrobiellen Phosphor-Speicherung in Sedimenten. Vor meinem Wechsel an das IGB im Jahr 1996 war ich als Wissenschaftler am UFZ Leipzig/Halle mit Prognosen zur Wasserbeschaffenheitsentwicklung von Bergbauseen befasst. Meine Forschungsprojekte sind häufig anwendungsorientiert und interdisziplinär ausgerichtet. In meinen bisherigen Funktionen war ich bemüht, fachübergreifende Zusammenarbeit zu befördern.
Arbeitschwerpunkte: Biogeochemische Prozesse in Gewässersedimenten, Nährstoffhaushalt in Seen,  Seenrestaurierung, Einfluss von Klimawandel auf Seen,  Aquatische Grenzzonen, Gestörte Gewässerökosysteme
Sonstige Aktivitäten: Herausgeber des Handbuches Angewandte Limnologie, Herausgeber der Zeitschrift „Limnologica“, Mitglied der DWA Arbeitsgruppe „ Seentherapie“, Lehrtätigkeit an Universitäten und Betreuung zahlreicher Doktor- und Masterarbeiten, ca. 180 Publikatio­nen in wissenschaftlichen und angewandte Zeitschriften, seit 1992 DGL-Mitglied, Organisa­tion von Workshops zur Seentherapie in Kooperation mit der DGL.
Motivation: An der DGL bzw. den jährlichen Tagungen schätze ich sehr, dass dort Fachleute aus dem angewandten und wissenschaftlichen Bereich aufeinander treffen und voneinander lernen. Ich werde mich dafür einsetzen, dass von der DGL starke Impulse ausgehen, um den wichtigen Informations- und Wissenstransfer zwischen Wissenschaft und Praxis weiter zu stärken. Für Studierende und NachwuchswissenschaftlerInnen soll die DGL auch in Zukunft ein geeigneter Ort bleiben, um Netzwerke zu entwickeln, die den Einstieg in das Berufsleben erleichtern.

 

Prof. Dr. Andreas Martens

geb. 1961 in Wolfsburg. Studium der Biologie (Diplom) 1980-1985 an der TU Braunschweig. Diplomarbeit zur Bestandsdynamik von Libellen in der Kulturlandschaft. 1992 Promotion mit experimentellen Freilandstudien zur Habitatwahl und Eiablage von Kleinlibellen. Teilzeittätigkeit als Biologielehrer an einem Gymnasium in privater Trägerschaft in Braunschweig, 1988-2002 mit fester Anstellung. Als Postdoktorand am Zoologischen Institut der TU Braunschweig mit den Arbeitsschwerpunkten Autökologie und Verhaltensökologie in den Arbeitsfeldern Limnologie und Entomologie. Grundlagenforschung insbesondere im Bereich der Fortpflanzungsstrategien und Habitatselektion von Libellen Europas und Afrikas. Daneben Durchführung naturschutzorientierter Projekte an verschiedenen Tiergruppen, zur Ökologie von Bundeswasserstraßen bzw. zur Neozoen-Problematik, hier insbesondere zu Mollusken und Krebsen. Ab 2001 Mitarbeiter als Zoologe am interdisziplinären Forschungsprojekt Diversität der Libellen Namibias: Effekte anthropogener Veränderungen und deren Modellierung auf unterschiedlichen Skalenebenen, BIOTA S08.
Seit 2002 Professor für Biologie und ihre Didaktik an der PH Karlsruhe, mit Schwerpunkt Zoologie und Humanbiologie. Dort im November 2002 Gründung der Arbeitsgruppe Zugänge zur Biodiversität. Begründer und einer der beiden Leitenden des 2014 gestarteten MA-Studienganges „Biodiversität und Umweltbildung“.
Zusammen mit Gerhard Schoolmann Ausrichter der DGL Jahrestagung in Karlsruhe 2005. Derzeit wieder Leiter des AK Neobiota der DGL.
Arbeitsschwerpunkte: Biodiversität und deren Wahrnehmung insbesondere im aquatischen Bereich: „Wasser und Bildung“, Effizienz von Bestimmungsschlüsseln, aquatische Neozoen, Autökologie und Evolutionsbiologie von Libellen, 3D in Vermittlungsprozessen.
Motivation: Ich sehe mich als organismischen Biologen mit aquatischem Schwerpunkt. Aufgrund meiner hauptberuflichen Aufgaben in der Lehramtsausbildung will ich die Brücke zwischen der aktuellen Fachwissenschaft und der Vermittlung ihrer Inhalte beleben. Meine besonderes Interesse gilt der Artbestimmung und der Autökologie von Wasserorganismen. Mich interessieren Neozoen sowie die oftmals vernachlässigten Tiergruppen in der deutschen Limnologie: Libellen, Urzeitkrebse, Wasserkäfer, Wasserwanzen, Flusskrebse.

 

Dr. Clara Mendoza

Nachdem ich 2007 in einer Limnologie-Vorlesung etwas über die Funktion von Ökosystemen gelernt hatte, entschloss ich mich an der Universität des Baskenlandes (Spanien) in einem Masterstudiengang Ökosystem-Funktion zu studieren und in der Gruppe von Prof. Dr. Jesús Pozo über den Abbau organischer Substanz zu arbeiten. Danach habe ich über die Biogeochemie hyporheischer Zonen (2015, BTU Cottbus-Senftenberg) promoviert und meine Interessen auf die Fluss-Biogeochemie ausgedehnt, um physikalische und biologische Kontroller über Skalen hinweg zu erforschen.
Motivation: Ich bin ein aktiver EFYR (European Fresh and Young Researchers) bei der EFFS (European Federation of Freshwater Sciences) und arbeite an der Förderung der jungen europäischen Limnologen. Ich möchte alle Ideen und Netzwerke, die wir auf EU-Ebene in Deutschland entwickeln, mitbringen, um in Deutschland tätige junge Limnologinnen und Limnologen zu unterstützen und zu fördern.

 

Prof. Dr. Brigitte Nixdorf

1953 geboren, Lehrstuhl Gewässerschutz an der Fakultät Umweltwissenschaften und Ver­fah­rens­technik der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus,
Arbeitsgebiete: Limnologie von eutrophierten Seen der Norddeutschen Tiefebene und von Tage­bau­seen (Versauerung), Phytoplankton und Primärproduktion, Ressourcenkonsum und Steu­e­rung von Nahrungsketten, Prognose der Gewässergüteentwicklung in natürlichen und künst­lichen Seen, Implementierung der EU-Wasserrahmenrichtlinie (Phytoplankton in Stand- und Fließ­ge­­wässern).
Studium an der Humboldt Universität Berlin und TU Dresden, früher an der Akademie der Wis­sen­schaften der DDR (heute IGB Berlin), Prägung durch prozessorientierte Grund­lagen­forschung zu Umsätzen des Planktons in Flachseen und interdisziplinärer Arbeit.
Motivation: Ich mag kritischen wissenschaftlichen Meinungsstreit, stete Neugierde, Interdisziplinarität, Herausforderungen in der Lehre (internationale Studiengänge) und in der Forschung (auch mal weg vom Plankton...).

 

Dr. Uta Raeder

6.7.1958, leitet als Akad. Dir. die Limnologische Station Iffeldorf (LSI) des LS für Aquatische Systembiologie (Prof. Jürgen Geist) der TU München.
1986 fing sie ihre Dissertation bei Prof. Arnulf Melzer an, der gleich­zeitig mit dem Aufbau der LSI-TUM begann. Dr. Raeder war durchgehend für die LSI tätig. Nach ihrer Promo­tion (1990) war sie zu­nächst als wiss. Mitarbeiterin an der LSI (50%) und an der Kommis­sion Ökologie/Bay. Akad. der Wissenschaften (50%) angestellt. 1993 wurde ihre Stelle an der TUM (100%) verstetigt. Seit dieser Zeit ist sie die Stellver­tretende Leiterin der LSI, seit 2008 als Akademische Direktorin. Uta Raeder brachte sich von Beginn an beim Aufbau der LSI und bei der inhaltlichen Gestal­tung von Lehre und Forschung ein. Heute leitet und koordiniert sie die an der LSI laufen­den For­schungsprojekte und zahlreiche Lehrveran­staltungen, was ihr besonders am Herzen liegt.
Seit 2009 bildet die Thematik Seen im Klimawandel den Schwerpunkt ihrer Forschung. Dr. Raeder beteiligte sich mit ei­nem Projekt am Forschungs­verbund FORKAST (2009-12) und führte das Pro­jekt Invasion von Wasserpflanzen als Folge des Klimawandels - ein Vorhersage­modell (2011-14) sowie das Forschungsvor­haben Bayerischen Stillge­wäs­sern im Klimawandel (2014-17) durch. Aktuell laufen unter ihrer Federführung die Projekte Berg­seen im Klimawandel (2016-19) und Kipppunkte in limnischen Systemen (2018-2023), das im Rahmen eines Forschungsverbunds des bayerischen Netzwerks für Klimaforschung gefördert wird. Das Projekt Auswir­kungen des Klimawandels auf Cyanobakterien in bayerischen Gewässern wurde 2016 abgeschlossen, ein Folge­projekt zur Detektion von Cyanotoxingenen läuft seit 2017.
Motivation: Bereits 1986, im ersten Jahr meiner Promotion, nahm ich –angeregt durch meine damaligen Kollegen- an meiner ersten DGL Tagung in Karlsruhe teil. Die interessanten Themen und das kollegiale Miteinander haben mich bereits damals begeistert. Im Laufe der Jahre durfte ich an vielen Tagungen teilnehmen und der sehr positive Eindruck dieser Veranstaltung bestätigte und vertiefte sich. So reifte in mir  der Entschluss, dass es an der Zeit war mich aktiv in die DGL einzubringen. Im Jahr 2011 war ich mit großer Begeisterung und Überzeugung an der Organisation der DGL Tagung in Weihenstephan beteiligt  und seither engagiere ich mich in der DGL. Besonders wichtig ist mir das Thema Kommunikation mit den DGL-Mitgliedern.

 

Dr. Mario Sommerhäuser

Berufsfeld: Abteilungsleiter Flussgebietsmanagement bei den Sondergesetzlichen Wasserverbänden Emschergenossenschaft und Lippeverband. Aufgabenfelder sind Konzepte für die naturnahe Entwicklung der Flussgebiete von Emscher und Lippe, Partizipationsprozesse im Wassermanagement, Mehrwertprojekte (Ökosystemleistungen), Innovations- sowie Forschungs- und Entwicklungsprojekte.
Hochschulausbildung und -tätigkeit: Jahrgang 1959, Studium der Biologie, Philosophie und Ökologie, Staatsexamen, Abschlussarbeit über die Ökologie urbaner Gewässer in Oberhausen, Pro­mo­tion über sommertrockene und permanente Tieflandbäche. 1990 – 2003 Wissenschaftlicher Mit­ar­beiter und Projektleiter am Institut für Ökologie, Abteilung Hydrobiologie, der Universität Duisburg-Essen. Fachliche Interessensschwerpunkte: Makrozoobenthos, Gewässertypologie und Leitbilder, Fließgewässerbewertung und –renaturierung.
Durchführung und Betreuung von F+E-Vor­haben im Auftrag des Landes NRW und von BMBF, BMU, UBA, EU sowie Verbänden. Langjährige Erfahrungen in privatwirtschaftlicher limnologischer Gutach­tertätigkeit.
Ca. 100 Publikationen in nationalen und internationalen Zeitschriften, Fachbüchern und Kongress­be­richten, vier Buchpublikationen.
Gremien- und Beratertätigkeiten: Wissenschaft und Normung: Langjährige Obmannschaft des früheren DGL-AK „Temporäre Gewässer“, DIN AK „Biologisch-ökologische Methoden“ und deutscher Delegierter bei CEN und ISO.
Wasserwirtschaft: Mitglied des DWA-FA GB-1 „Ökologie und Management von Fluss­ge­bie­ten“, Vertreter der Wasserverbände in der AG B „Ökologie“ der Internationalen Kommission zum Schutz des Rheines, Mitglied in Arbeitskreisen des Landes NRW zum Monitoring nach EU-WRRL.
Lehre und Beratertätigkeit: Lehrbeauftragter im Fach Gewässerschutz an der Technischen Hochschule Ostwestfalen-Lippe. Seit 2009 wiederholt Berater- und Dozententätigkeit an einem staatlichen Institut für Angewandte Forschung in Belo Horizonte, Brasilien. Berater in den Beitrittsländern des Balkans bei der Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie.
Motivation: Ich sehe mein Aufgabenfeld im Präsidium der DGL an der Schnittstelle zwischen Wasserwirtschaft und limnologischer Forschung. Wichtig ist mir die Sichtbarwerdung der DGL in Wasserwirtschaft und Gewässerschutz.

 

Prof. Dr. Markus Weitere

Jahrgang 1970
Aktuelle Position: Leiter des Departments Fließgewässerökologie am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung – UFZ in Magdeburg sowie Professor für Angewandte Fließgewässerökologie an der TU Dresden
Forschungsschwerpunkte: Die aktuellen Schwerpunkte meiner Forschung liegen in der Steuerung von ökologischen Funktionen und Leistungen in Fließgewässern unter menschlichem Einfluss sowie auf den Effekten von Klima- und Landnutzungswandel. Die Forschung meines Arbeitskreises ist manchmal grundlagenorientiert, meist aber anwendungsorientiert und auf die Lösung aktueller Probleme im Gewässermanagement ausgerichtet. So koordiniere ich z. B. das integrierte Projekt „Gesunde aquatische Ökosysteme“ am UFZ, in dem ein interdisziplinäres Team aus Limnologen, Ökotoxikologen und Gesellschaftswissenschaftlern wissenschaftlichen Grundlagen für neue Ansätze im Gewässermanagement erarbeitet.
Ausbildung und Beruflicher Werdegang:
1990-1997: Studium der Biologie, Schwerpunkt Zoologie/ Limnologie an der Universität zu Köln. Diplomarbeit zur Larvalökologie des Feuersalamanders unter der Betreuung von Prof. Dr. Dietrich Neumann
2001: Promotion an der Universität zu Köln über Protozoen und mikrobielle Prozesse im Rhein unter Betreuung von Prof. Dr. Hartmut Arndt
2001 – 2004: Post-Doktorand mit Stationen an der FU Berlin, dem Alfred-Wegener-Institut in Bremerhaven sowie der University of New South Wales in Sydney (Australien)
2004-2010: Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität zu Köln; ökologische Prozessforschung in großen Flüssen; Habilitation 2009
Seit 2010: Berufung auf die Professor für Angewandte Fließgewässerökologie an der TU Dresden verbunden mit der Leitung des Departments Fließgewässerökologie am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung – UFZ
Motivation: Ich stehe für das geschäftsführende Präsidium zu Verfügung. Wichtige Aufgaben sehe ich in der Förderung des limnologischen Nachwuchses sowie der in der Stimulation des fruchtbaren und problemorientierten Austausches zwischen limnologischer Forschung und wasserwirtschaftlicher Praxis. Zudem ist mir eine sichtbare internationale Stellung der DGL wichtig, indem wir den Austausch sowohl in nationalen als auch in internationalen Netzwerken fördern.

Dr. Carola Winkelmann

Geboren 1974 in Dresden.
Studium der Biologie 1994-2000 an der Friedrich Schiller Universität Jena und der Technischen Universität Dresden (Diplombiologie, Hauptfach Hydrobiologie).
2008 Promotion am Institut für Hydrobiologie der TU Dresden (Prof. Benndorf) zu Prädationseffekten in Fließgewässern.
2001-2011 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Hydrobiologie der TU Dresden mit Arbeitsschwerpunkt Räuber-Beute-Beziehungen in Fließgewässernahrungsnetzen.
2011-2017 Leiterin einer Emmy Noether-Nachwuchsgruppe an der Universität Koblenz-Landau (Effekte invasiver benthischer Invertebrater in großen Flüssen). In dieser Zeit Aufbau einer Arbeitsgruppe mit fließgewässerökologischer Ausrichtung und Forschungsprojekten in der Grundlagenforschung sowie mit deutlichem Anwendungsbezug.
Seit 2017 Leiterin der Projektgruppe Fließgewässerökologie der Universität Koblenz-Landau. 2017 Habilitation an der Universität Koblenz-Landau zu biotischen Interaktionen in benthischen Lebensgemeinschaften
Arbeitsschwerpunkte: Biotische Interaktionen in Fließgewässern (insbesondere Effekte auf Nahrungsnetzstruktur und Ökosystemfunktionen), invasive Invertebrate, Analyse und Steuerung von Eutrophierungseffekten in Fließgewässern, integrativer Artenschutz
Motivation: Ich möchte dazu beitragen, die DGL als Kommunikationsplattform der deutschsprachigen Limnologen zu erhalten und weiterzuentwickeln. Die Fachgesellschaft und die jährliche Tagung sind wichtig für einen intensiven Austausch zwischen Vertretern der Wissenschaft, der Verwaltung, der Verbände, und der praktischen Limnologen sowie des ehrenamtlichen Gewässerschutzes. Ein wichtiger Aspekt für solch einen Austausch sind die Arbeitskreise der DGL und ich engagiere mich im AK Neozoen, Außerdem setze ich mich für die Förderung unseres wissenschaftlichen Nachwuchses ein.