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Limnologie - die Lehre von den Binnengewässern
Binnengewässer

Präsidiumswahl 2022 - Vorstellung Kandidat:innen

Dr. Eckhard Coring
Aktuelle Position: Freiberufler, Mitinhaber des Büro „EcoRing“ mit derzeit sieben Personen im Team.
Werdegang: Studium und Promotion (1993) an der Georg-August-Universität Göttingen. Inhaltliche Schwerpunkte: organismische Limnologie, Bioindikation, Bewertung und Gewässersanierung.
Motivation: Derzeit Schatzmeister der DGL. Ziele und Ansporn für die Mitarbeit im Präsidium sind die erfolgreiche Förderung der Nachwuchsarbeit, der angewandten organismischen Limnologie sowie derer aktive Dialog und Interessenausgleich zwischen den verschiedenen Teildisziplinen und Berufsfeldern der Limnologie innerhalb der DGL.

Dr. Helmut Fischer
Aktuelle Position: 2005 zunächst über ein befristetes Forschungsprojekt an die Bundesanstalt für Gewässerkunde. Dort arbeite ich seither in der Abteilung Ökologie und leite seit 2018 das Referat für mikrobielle Ökologie.
Werdegang: Nach Studium und Diplomarbeit an den Unis Freiburg und Konstanz, Doktorarbeit am IGB in Berlin und Postdocs wiederum am IGB und an der Uni Uppsala
Arbeitsschwerpunkte: Ich beschäftige mich insbesondere mit Fragen des Stoffhaushalts und der Mikrobiologie der großen Flüsse und mit deren Modellierung. Im Mittelpunkt stehen dabei die menschlichen Einflüsse auf Fließgewässer wie Gewässeraus- und Rückbau, Bewirtschaftung, Eutrophierung und Klimafolgen. Auf der Basis anwendungsgetriebener Forschung beraten wir das Verkehrsministerium und das Umweltministerium zu gewässerökologischen Fragen. Ich bin außerdem in Arbeitsgruppen der Flussgebietskommissionen und der DWA aktiv. Infos zu meinen Forschungsarbeiten finden sich hier: https://www.researchgate.net/profile/Helmut_Fischer2
Motivation: Bereits als Diplomand bin ich der DGL beigetreten und schätze seitdem vor allem die Jahrestagung als Impulsgeber für fachlichen Austausch und Diskussionen, aber auch für ihre freundschaftliche und familiäre Atmosphäre. Im Präsidium würde ich mich besonders dafür einsetzen, unsere Fachgesellschaft gemäß ihrer Mission für Forschung und Praxis gleichermaßen attraktiv zu erhalten. Hier gilt es, den Zwängen besonders des wissenschaftlichen Betriebs neue Ideen entgegenzusetzen. Besonders wichtig ist mir außerdem, den wissenschaftlichen Nachwuchs stärker einzubeziehen. Die DGL tut dies vorbildlich beispielsweise mit ihren Reisestipendien und über den Nachwuchspreis. Diese wichtige Arbeit möchte ich fortführen und ausbauen – denkbar wäre hier zum Beispiel ein Mentoringprogramm während der Jahrestagung.

Prof. Dr. Michael Hupfer
Jahrgang 1961
Aktuelle Position: Leiter der Forschungsgruppe „Biogeochemische Prozesse in Sedimenten und Seenrestaurierung“ am Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei in Berlin (IGB), Honorarprofessor für „Aquatische Biogeochemie“ an der BTU Cottbus Senftenberg.
Werdegang: Nach Studium Hydrobiologie/Limnologie in Rostock und Dresden (1988-1993) war ich als Doktorand bei Prof. D. Uhlmann (TU Dresden) zum Thema „Phosphor-Mobilität in Sedimenten“ tätig. Während meiner Postdoc- Zeit an der Eawag (Schweiz) befasste ich mich hauptsächlich mit Seenrestaurierung und Phosphorhaushalt in Seen sowie mit der mikrobiellen Phosphor-Speicherung in Sedimenten. Vor meinem Wechsel an das IGB im Jahr 1996 war ich als Wissenschaftler am UFZ Leipzig/Halle mit Prognosen zur Wasserbeschaffenheitsentwicklung von Bergbauseen befasst. Meine Forschungsprojekte sind häufig anwendungsorientiert und interdisziplinär ausgerichtet.
Arbeitsschwerpunkte: Biogeochemische Prozesse in Gewässersedimenten, Nährstoffhaushalt in Seen, Seenrestaurierung, Einfluss von Klima- und Landnutzungsänderungen auf Seen, Urbane und gestörte Gewässerökosysteme
Sonstige Aktivitäten: Herausgeber des Handbuches Angewandte Limnologie, Chefredakteur der internationalen Fachzeitschrift „Limnologica“, Mitglied der DWA-Arbeitsgruppe „Seentherapie“, Lehrtätigkeit an Universitäten und Betreuung zahlreicher Doktor- und Masterarbeiten, ca. 180 Publikationen in wissenschaftlichen und angewandte Zeitschriften, Organisation von Workshops zur Seentherapie in Kooperation mit der DGL
Motivation: An der DGL bzw. den jährlichen Tagungen schätze ich sehr, dass dort Fachleute aus dem angewandten und wissenschaftlichen Bereich aufeinandertreffen und voneinander lernen. Ich werde mich weiterhin dafür einsetzen, dass von der DGL starke Impulse ausgehen, um den wichtigen Informations- und Wissenstransfer zwischen Wissenschaft und Praxis zu stärken. Hierfür sollten die Angebote erweitert und den Erfordernissen der Zeit angepasst werden. Für ganz wichtig halte ich, dass die DGL für Studierende und junge LimnologInnen auch in Zukunft ein geeigneter Ort bleibt, um Netzwerke zu entwickeln, die den Einstieg in das Berufsleben erleichtern.

Nina Kaiser
Aktuelle Position: Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Hochschule Trier, Umwelt-Campus Birkenfeld, Arbeitsgruppe Interdisziplinärer Umweltschutz sowie Doktorandin an der Universität Duisburg-Essen, Abteilung Aquatische Ökologie
Forschungsschwerpunkte: Meine Interessen beziehen sich auf die angewandte Forschung im Bereich Gewässermanagement mit Fokus Gewässerrenaturierung. Das Hauptaugenmerk liegt für mich in der Verbindung naturwissenschaftlicher Daten z.B. aus der Biologie und Ökologie mit administrativen und Landnutzungsdaten, um einen um umfassenden Blick auf das Belastungsgeschehen im Gewässer zu erfassen. In der Kombination mit Daten zu menschlichen Nutzungsmusternen am Gewässer, z. B. aus Social media oder partizipativem Mapping und der Einbindung relevanter Akteure entsteht so eine holistische Betrachtungsweise, welche frühzeitig Synergien und potenzielle Zielkonflikte am Gewässer erkennen lässt.
Werdegang: Seit 2021: Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Hochschule Trier, Umwelt-Campus Birkenfeld, Arbeitsgruppe Interdisziplinärer Umweltschutz (Prof. Stefan Stoll), Seit 2017: Doktorandin an der Universität Duisburg-Essen, Abteilung Aquatische Ökologie, Promotionsthema: Effekte von Fließgewässerrenaturierung auf Ökosystemleistungen, 2013-2016: Studium der Physischen Geographie and der Johann Wolfgang-Goethe-Universität Frankfurt am Main, Studienprofil Wasser, Abschluss Master of Sciences. Forschungsaufenthalt in Bangladesch, 2008-2012: Studium der Geowissenschaften an der Universität Basel, Schweiz, mit Schwerpunkt Ökosystemleistungen. Abschluss Bachelor of Sciences. Forschungsaufenthalt in Island
Motivation: Das wichtige Thema Renaturierung von Süßwasserökosystemen erfährt durch die aktuelle “UN-Decade on Ecosystem Restoration“ eine erhöhte Aufmerksamkeit. Darin sehe ich eine Chance für den wissenschaftlichen Nachwuchs Forschungs- und Entwicklungsprojekte im Bereich Gewässerrenaturierung umsetzen zu können.
Außerdem würde ich gerne meinen Beitrag zur Sichtbarkeit der DGL in den sozialen Medien leisten.

Prof. Dr. Andreas Martens
Jahrgang 1961
Aktuelle Position: Seit 2002 Professor für Biologie und ihre Didaktik an der PH Karlsruhe, mit Schwerpunkt Zoologie und Humanbiologie. Dort im November 2002 Gründung der Arbeitsgruppe Zugänge zur Biodiversität. Begründer und einer der beiden Leitenden des 2014 gestarteten MA-Studienganges „Biodiversität und Umweltbildung“.
Zusammen mit Gerhard Schoolmann Ausrichter der DGL Jahrestagung in Karlsruhe 2005. Derzeit wieder Leiter des AK Neobiota der DGL.
Werdegang: Studium der Biologie (Diplom) 1980-1985 an der TU Braunschweig. Diplomarbeit zur Bestandsdynamik von Libellen in der Kulturlandschaft. 1992 Promotion mit experimentellen Freilandstudien zur Habitatwahl und Eiablage von Kleinlibellen. Teilzeittätigkeit als Biologielehrer an einem Gymnasium in privater Trägerschaft in Braunschweig, 1988-2002 mit fester Anstellung. Als Postdoktorand am Zoologischen Institut der TU Braunschweig mit den Arbeitsschwerpunkten Autökologie und Verhaltensökologie in den Arbeitsfeldern Limnologie und Entomologie. Grundlagenforschung insbesondere im Bereich der Fortpflanzungsstrategien und Habitatselektion von Libellen Europas und Afrikas. Daneben Durchführung naturschutzorientierter Projekte an verschiedenen Tiergruppen, zur Ökologie von Bundeswasserstraßen bzw. zur Neozoen-Problematik, hier insbesondere zu Mollusken und Krebsen. Ab 2001 Mitarbeiter als Zoologe am interdisziplinären Forschungsprojekt Diversität der Libellen Namibias: Effekte anthropogener Veränderungen und deren Modellierung auf unterschiedlichen Skalenebenen, BIOTA S08.
Arbeitsschwerpunkte: Biodiversität und deren Wahrnehmung insbesondere im aquatischen Bereich: „Wasser und Bildung“, Effizienz von Bestimmungsschlüsseln, aquatische Neozoen, Autökologie und Evolutionsbiologie von Libellen, 3D in Vermittlungsprozessen.
Motivation: Ich sehe mich als organismischen Biologen mit aquatischem Schwerpunkt. Aufgrund meiner hauptberuflichen Aufgaben in der Lehramtsausbildung will ich die Brücke zwischen der aktuellen Fachwissenschaft und der Vermittlung ihrer Inhalte beleben. Meine besonderes Interesse gilt der Artbestimmung und der Autökologie von Wasserorganismen. Mich interessieren Neozoen sowie die oftmals vernachlässigten Tiergruppen in der deutschen Limnologie: Libellen, Urzeitkrebse, Wasserkäfer, Wasserwanzen, Flusskrebse.

Prof. Dr. Dominik Martin-Creuzburg
Jahrgang 1974
Aktuelle Position: Leiter des Fachgebiets Gewässerökologie sowie der zugehörigen Forschungsstation der BTU Cottbus-Senftenberg in Bad Saarow.
Forschungsschwerpunkte: Das Fachgebiet Gewässerökologie der BTU zeichnet sich durch eine enge Verzahnung von Grundlagen- und anwendungsorientierter Forschung und Lehre im Bereich der Gewässerökologie aus. Ziel ist es, anthropogene Einflüsse auf Stand- und Fließgewässer zu erkennen, deren Bedeutung für ökosystemare Zusammenhänge abzuschätzen sowie mögliche Schutzmaßnahmen aufzuzeigen und Handlungskonzepte zu entwickeln. Der Forschungsschwerpunkt liegt hierbei auf trophischen Interaktionen in aquatischen Nahrungsnetzen sowie Stoff- und Energieflüssen in und aus aquatischen Systemen (aquatisch-terrestrische Kopplung). 
Ausbildung und beruflicher Werdegang: 1995-2001: Studium der Biologie, Schwerpunkt Zoologie, Limnologie, Mikrobiologie an der Universität Freiburg i. Br. (Diplom), 2002-200 : Promotion an der Universität Konstanz, Limnologisches Institut, unter Betreuung von Prof. Dr. Eric von Elert. Dissertation: „Sterols in Daphnia nutrition: physiological and ecological consequences“, 2005-2006: Post-Doktorand im Graduiertenkolleg 678/2, "Ecological Significance of Natural Compounds and other Signals in Insects – from Structure to Function", Tierökologie I, Universität Bayreuth, 2007-2010: Post-Doktorand im Sonderforschungsbereich (SFB) 454, “Littoral Zone of Lake Constance”, Limnologisches Institut, University of Konstanz, 2010-2021: Forschungsgruppenleiter am Limnologischen Institut der Universität Konstanz. Habilitation, Mai 2014 „Nutritional constraints in aquatic food webs: a biochemical perspective”. Venia Legendi: Ökologie und Zoologie. Vertretungsprofessur für Limnologie, 2017, Okt. 2021: Berufung auf die Professur „Gewässerökologie“ an der BTU Cottbus-Senftenberg, Leitung der Forschungsstation für Gewässerökologie der BTU in Bad Saarow
Motivation: Ich bin an der Mitarbeit im erweiterten Präsidium der DGL interessiert, stehe aber für das geschäftsführende Präsidium aus Zeitgründen nicht zur Verfügung. Angesichts der globalen Veränderungen und der stetig zunehmenden anthropogenen Einflüsse auf unsere Gewässer erscheint mir eine bessere Verzahnung von limnologischer Grundlagenforschung und wasserwirtschaftlicher Praxis von zentraler Bedeutung für den Gewässerschutz. Die DGL kann und muss den Akteuren der verschiedenen Forschungs- und Arbeitsrichtungen eine Plattform bieten und diese zusammenbringen.

Dr. Mario Sommerhäuser
Aktuelle Position:: Abteilungsleiter Fluss und Landschaft bei den Sondergesetzlichen Wasserverbänden Emschergenossenschaft und Lippeverband. Aufgabenfelder sind Konzepte für die naturnahe Entwicklung der Flussgebiete von Emscher und Lippe, Partizipationsprozesse im Wassermanagement, Mehrwertprojekte (Ökosystemleistungen), Innovations- sowie Forschungs- und Entwicklungsprojekte.
Werdegang: Jahrgang 1959, Studium der Biologie, Philosophie und Ökologie, Staatsexamen, Abschlussarbeit über die Ökologie urbaner Gewässer in Oberhausen, Promotion über sommertrockene und permanente Tieflandbäche. 1990 – 2003 Wissenschaftlicher Mitarbeiter und Projektleiter am Institut für Ökologie, Abteilung Hydrobiologie, der Universität Duisburg-Essen.
Fachliche Interessensschwerpunkte: Makrozoobenthos, Gewässertypologie und Leitbilder, Fließgewässerbewertung und –renaturierung. Durchführung und Betreuung von F+E-Vor­haben im Auftrag des Landes NRW und von BMBF, BMU, UBA, EU sowie Verbänden. Langjährige Erfahrungen in privatwirtschaftlicher limnologischer Gutachtertätigkeit. Ca. 120 Publikationen in nationalen und internationalen Zeitschriften, Fachbüchern und Kongressberichten, vier Buchpublikationen.
Gremientätigkeiten: Langjährige Obmannschaft des früheren DGL-AK „Temporäre Gewässer“, DIN AK „Biologisch-ökologische Methoden“ und deutscher Delegierter bei CEN und ISO. Obmann des DWA FA GB-3 „Natürliche und künstliche Seen“ und Mitglied im DWA-FA GB-1 „Ökologie und Management von Flussgebieten“, Vertreter der Wasserverbände in der AG B „Ökologie“ der Internationalen Kommission zum Schutz des Rheines, Mitglied in Arbeitskreisen des Landes NRW zum Monitoring nach EU-WRRL.
Lehre und Beratertätigkeit: Lehrbeauftragter im Fach Gewässerschutz an der Technischen Hochschule Ostwestfalen-Lippe. Seit 2009 wiederholt Berater- und Dozententätigkeit an einem staatlichen Institut für Angewandte Forschung in Belo Horizonte, Brasilien. Berater in den Beitrittsländern des Balkans bei der Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie.
Motivation: Ich sehe mein Aufgabenfeld im Präsidium der DGL an der Schnittstelle zwischen Wasserwirtschaft und limnologischer Forschung. Wichtig ist mir die Sichtbarwerdung der DGL in Wasserwirtschaft und Gewässerschutz.

Dr. Gabriele Trommer
Jahrgang 1980
Aktuelle Position: Fachbereichsleiterin Technische Gewässeraufsicht, Monitoring, Biologie und Warndienste am Wasserwirtschaftsamt Ansbach
Tätigkeitsschwerpunkte: Ich bin interdisziplinär innerhalb der Aquatischen Ökologie aufgestellt und meine Forschung drehte sich dabei immer um Planktonuntersuchungen – ob limnisch oder marin, rezent oder fossil. Die Schwerpunkte lagen dabei auf Phytoplankton-Zooplankton-Interaktionen unter veränderten Temperatur- oder Nährstoffbedingungen (Stickstoff und Phosphor). Umweltbedingungen wirken sowohl saisonal wie auch klimabedingt über lange Zeiträume auf Ökosysteme ein und formen die Zusammensetzung von Planktongemeinschaften - aus deren Zusammensetzung man wiederum kurz- bis mittelfristige Bedingungen und langfristige Trends ablesen kann. Um Zusammenhänge abzuleiten und Prozesse zu verstehen, habe ich sowohl experimentelle Mesokosmen als auch Freilandstudien durchgeführt und Daten aus langjährigen Zeitreihen und Sedimentkernen genutzt. Meine Tätigkeiten im Wasserwirtschaftsamt beziehen sich nun auf die Fließgewässer- und Seenökologie und bieten genau die Schnittmenge zwischen der Erhebung forschungsrelevanter Daten und dem Anwendungsbezug (Gewässerbewertung, Entwicklung/Verbesserung der Gewässerqualität, Umsetzung von Wirkungszusammenhängen).
Beruflicher Werdegang: 2000 – 2006: Studium der Biologie an der Ludwigs-Maximilians-Universität München, Schwerpunkt Ökologie, Diplomarbeit zum Einfluss von Temperatur und Durchmischungstiefe auf die Frühjahrssukzession des Phyto- und Zooplanktons (Aquashift) unter Betreuung von Prof. Dr. Sebastian Dieh; 2006 – 2009: Promotion an geowissenschaftlichen Fakultät der Eberhard-Karls-Universität Tübingen zur Entwicklung und Anwendung paläozeanographischer Methoden zur Rekonstruktion vergangener Klimabedingungen im Roten Meer unter der Betreuung von Prof. Dr. Michal Kucera; 2010 – 2012 : Post-Doktorand an der Université de Bretagne Occidentale, Brest, Frankreich, zu Grazing-Interaktionen, 2012-2015: Post-Doktorand (Eigene Stelle der DFG) an der Ludwigs-Maximilians-Universität München zur Rolle von Stickstoff in Seen, 2016- 2018: Sachgebietsleiterin Biologie am Wasserwirtschaftsamt Kronach, Seit 2018: Fachbereichsleiterin Monitoring, Biologie und Warndienste am Wasserwirtschaftsamt Ansbach
Motivation: Ich stehe für das geschäftsführende Präsidium zur Verfügung. In der DGL möchte ich mich für den Dialog zwischen Forschung und angewandter Praxis einsetzen. Während meiner Laufbahn habe ich die DGL sehr als Plattform schätzen gelernt, über die vielfältige Kontakte geknüpft, Ideen entwickelt und Kooperationen geschlossen werden können. Als weiteres Anliegen liegt mir das Thema Transparenz nach außen und die Kommunikation limnologischer Zusammenhänge an die Öffentlichkeit am Herzen.

Prof. Dr. Markus Weitere
Jahrgang 1970
Aktuelle Position: Leiter des Departments Fließgewässerökologie am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung – UFZ in Magdeburg sowie Professor für Angewandte Fließgewässerökologie an der TU Dresden
Forschungsschwerpunkte: Die aktuellen Schwerpunkte meiner Forschung liegen in der Steuerung von ökologischen Funktionen und Leistungen in Fließgewässern unter menschlichem Einfluss sowie auf den Effekten von Klima- und Landnutzungswandel. Die Forschung meines Arbeitskreises ist manchmal grundlagenorientiert, meist aber anwendungsorientiert und auf die Lösung aktueller Probleme im Gewässermanagement ausgerichtet. So bin ich z.B. einer der beiden Co-Sprecher der integriertes Plattform „Wasserressourcen: Sicherung der Qualität und Quantität in einer multi-funktionalen Ökosystemperspektive“ am UFZ, in dem ein interdisziplinäres Team aus Limnologen, Hydrologen und Modellierern wissenschaftlichen Grundlagen für neue Ansätze im Gewässermanagement erarbeitet.
Ausbildung und Beruflicher Werdegang: 1990-1997: Studium der Biologie, Schwerpunkt Zoologie/ Limnologie an der Universität zu Köln. Diplomarbeit zur Larvalökologie des Feuersalamanders unter der Betreuung von Prof. Dr. Dietrich Neumann; 2001: Promotion an der Universität zu Köln über Protozoen und mikrobielle Prozesse im Rhein unter Betreuung von Prof. Dr. Hartmut Arndt; 2001 – 2004: Post-Doktorand mit Stationen an der FU Berlin, dem Alfred-Wegener-Institut in Bremerhaven sowie der University of New South Wales in Sydney (Australien), 2004-2010: Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität zu Köln; ökologische Prozessforschung in großen Flüssen; Habilitation 2009; Seit 2010: Berufung auf die Professor für Angewandte Fließgewässerökologie an der TU Dresden verbunden mit der Leitung des Departments Fließgewässerökologie am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung – UFZ
Motivation: Ich stehe für das geschäftsführende Präsidium zu Verfügung. Wichtige Aufgaben sehe ich in der Förderung des limnologischen Nachwuchses sowie der in der Stimulation des fruchtbaren und problemorientierten Austausches zwischen limnologischer Forschung und wasserwirtschaftlicher Praxis. Zudem ist mir eine sichtbare internationale Stellung der DGL wichtig, indem wir den Austausch sowohl in nationalen als auch in internationalen Netzwerken fördern. 

Dr. Carola Winkelmann
Jahrgang 1974
Aktuelle Position: Seit 2017 Leiterin der Projektgruppe Fließgewässerökologie der Universität Koblenz-Landau. 2017 Habilitation an der Universität Koblenz-Landau zu biotischen Interaktionen in benthischen Lebensgemeinschaften
Werdegang: Studium der Biologie 1994-2000 an der Friedrich Schiller Universität Jena und der Technischen Universität Dresden (Diplombiologie, Hauptfach Hydrobiologie), 2008 Promotion am Institut für Hydrobiologie der TU Dresden (Prof. Benndorf) zu Prädationseffekten in Fließgewässern, 2001-2011 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Hydrobiologie der TU Dresden mit Arbeitsschwerpunkt Räuber-Beute-Beziehungen in Fließgewässernahrungsnetzen, 2011-2017 Leiterin einer Emmy Noether-Nachwuchsgruppe an der Universität Koblenz-Landau (Effekte invasiver benthischer Invertebrater in großen Flüssen). In dieser Zeit Aufbau einer Arbeitsgruppe mit fließgewässerökologischer Ausrichtung und Forschungsprojekten in der Grundlagenforschung sowie mit deutlichem Anwendungsbezug.
Arbeitsschwerpunkte: Biotische Interaktionen in Fließgewässern (insbesondere Effekte auf Nahrungsnetzstruktur und Ökosystemfunktionen), invasive Invertebrate, Analyse und Steuerung von Eutrophierungseffekten in Fließgewässern, integrativer Artenschutz
Motivation: Ich möchte dazu beitragen, die DGL als Kommunikationsplattform der deutschsprachigen Limnologen zu erhalten und weiterzuentwickeln. Die Fachgesellschaft und die jährliche Tagung sind wichtig für einen intensiven Austausch zwischen Vertretern der Wissenschaft, der Verwaltung, der Verbände, und der praktischen Limnologen sowie des ehrenamtlichen Gewässerschutzes. Ein wichtiger Aspekt für solch einen Austausch sind die Arbeitskreise der DGL und ich engagiere mich im AK Neozoen, Außerdem setze ich mich für die Förderung unseres wissenschaftlichen Nachwuchses ein.