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Arbeitskreis "Flachseen" Leiterinnen: Elisabeth.Gross@uni-konstanz.de PD Dr. Sabine Hilt (geb. Körner) Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) Müggelseedamm 301 12587 Berlin hilt@igb-berlin.de Fax: 030 / 641 81
682 Der AK Flachseen existiert seit Ende 1999 auf Initiative von Elisabeth Gross und Sabine Hilt, geb. Körner. Seit Anfang 2002 ist der AK auch offizieller Arbeitskreis der DGL. Der Gewässertyp Flachsee ist nicht klar definiert. Flachseen und Teichen gemein ist jedoch eine geringe mittlere Wassertiefe von unter 3 Metern. Dies bedingt, dass die euphotische Zone den überwiegenden Teil des Benthals erreicht und das Gewässer im Sommer nicht stabil geschichtet ist. Eine Besonderheit dieser Seen stellt der häufig beobachtete Wechsel vom Makrophyten- zum Phytoplankton-dominierten Zustand (und umgekehrt) dar. Während in einigen anderen europäischen Ländern, wie z. B. Dänemark und Niederlande, langjährige Erfahrungen zu den Besonderheiten dieses Seentyps vorliegen, sind vergleichbare Aktivitäten in Deutschland kaum vertreten und führten letztlich zur Gründung des AK. Hauptanliegen unseres AKs ist die Förderung des Informationsaustauschs zwischen angewandter und Grundlagenforschung zu Flachseen, seien sie nun natürlichen oder künstlichen Ursprungs. Wir wollen insbesondere den Kontakt zwischen Anwendern (Behörden, Wasserverbänden) und Forschung (Universitäten, Institute) herstellen, da dort jeweils Informationen und Publikationen vorliegen, die der "anderen Seite" nicht ad hoc verfügbar sind. Als wesentliche Ziele des AK sehen wir: ü Die Vermittlung von Kenntnissen zu den komplexen abiotischen und biotischen Wechselwirkungen in Flachseen. ü Kritisches Hinterfragen von Flachsee-Sanierungsstrategien – Folgenabschätzungen von Flachsee-Sanierungen ü Diskussion und Handlungsanweisungen zur Wiederansiedlung von Makrophyten in restaurierten Gewässern. ü Diskussion und Handlungsanweisungen zum Umgang mit Massenentwicklung von Makrophyten ü Erhöhung der Aufmerksamkeit für invasive Makrophyten („Neophyten“) in Gewässern. Die Ziele werden jährlich während
der DGL-Tagung verifiziert und eventuell Schwerpunkte neu gesetzt. Sowohl das Fehlen von Makrophyten und die Notwendigkeit der natürlichen oder künstlichen Wiederansiedlung als auch die Massenentwicklung einiger, häufig invasiver, Arten sind die Hauptdiskussionspunkte, widergespiegelt in etlichen AK-Beiträgen aber auch regulären Vortrags- und Posterbeiträgen auf den DGL-Tagungen. Seit 2002 existiert eine AK-eigene Internetseite, dem IGB in Berlin assoziiert. Auf dieser Plattform sollen innerhalb eines Forums zu verschiedensten Aspekten Fragen gestellt und hoffentlich auch Antworten gefunden werden können (www-f.igb-berlin.de). Die Internetseiten enthalten außerdem die Adressliste der AK-Mitglieder sowie Projekt-, Literatur- und Veranstaltungshinweise. Im März 2005 wurde ein zweitägiger Workshop des AK an der Limnologischen Station der TU München in Iffeldorf zum Thema „Probleme mit submersen Makrophyten in Flachseen Deutschlands – Aktueller Stand und Erfahrungsaustausch“ organisiert, an dem insgesamt fast 30 Personen teilnahmen. Basierend auf diesem Workshop und weiteren Diskussionen wurden die Ergebnisse in 2006 in Limnologica publiziert (Hilt et al. 2006). Derzeit ist ein deutschsprachiges Merkblatt zum Umgang mit Makrophyten in Flachseen (Wiederansiedlung, Massenentwicklung) in Vorbereitung, dessen Erscheinen für Sommer 2008 geplant ist. Links &
Publikationen
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